EINFACH, KLEIN UND SCHNELL REPRODUZIERBAR
Dies ist Teil zwei von drei einer Serie von Blogartikeln über Gemeindegründung.
Was die Gemeindegründungen von Paulus auszeichnete, sind drei Worte: einfach, klein und schnell reproduzierbar
Paulus gründete keine hochkomplexen, perfekt strukturierten Gemeinden, die verschiedene Arbeitsbereiche hatten, Gebäude unterhalten mussten und Veranstaltungen organisierten. Je größer und damit komplexer und schwerfälliger Gemeinde wird, desto schwerer ist sie reproduzierbar und umso weniger Leiter finden sich, die sich zutrauen, diese Art von Gemeinden leiten zu können (und zu wollen). Dies könnte ein Grund sein, warum es so schwierig und langwierig ist, dass aus großen oder älteren Gemeinden heraus neue Gemeinden entstehen.
Eine Gemeinde, die aus Hauskirchen besteht, kann dagegen sehr einfach und schnell neue Kirchen starten. Zellkirche beginnt nicht mit einem Gottesdienst oder einer Veranstaltung, sondern mit einer ersten Gruppe. Das Ziel ist, diese Gruppe mehrmals zu multiplizieren und anschließend die Gruppen durch einen Gottesdienst miteinander zu verbinden.
Gemeindegründer entstehen in der Gruppe
Die Zellgruppe ist der ideale Ort, um neue Leiter auszubilden. Leiter entwickeln sich nicht, indem sie am Sonntagmorgen einen Gottesdienst besuchen. Das Leiten einer Gruppe bringt bei einem Leiter Fähigkeiten hervor, die er/ sie später in der Gemeindegründung benötigen wird. Dies sind Fähigkeiten wie coachen, Beziehungen bauen, evangelisieren, Menschen beraten und seelsorgerlich begleiten und vieles mehr. Die Gruppe ist der perfekte Mikrokosmos, um spätere Gründer vorzubereiten und zu entwickeln.
Neue Gemeinde starten
Es ist am besten, langsam und klein mit dem Aufbau einer Gemeinde zu beginnen. Schnell und groß zu starten, funktioniert im Allgemeinden nur durch Transfer von Christen aus anderen Gemeinden. Paradoxerweise wiederholen diese jedoch oft die eigens kritisierten Methoden ihrer vorherigen Gemeinden, die sie verlassen haben. Der Aufbau einer Gemeinde durch Beziehungsarbeit und Jüngerschaft beginnt langsam, führt aber letztlich zu unbegrenztem Wachstum.
Ein guter Neubeginn geschieht am besten mit einer kleinen Gruppe von Menschen, die ein ernsthaftes Anliegen haben. Das Ziel ist es, Jünger zu machen und nicht „Christen“. Das Wort „Christ“ ist mit einer Menge Ballast behaftet. Jesus hat uns beauftragt, Jünger zu machen. Er hat nicht gesagt, dass wir Bekehrte machen sollen, die dann zu Jüngern werden.
Komm durch Beziehungsarbeit in Kontakt mit Menschen, die noch nicht in der Kirche sind und lass sie durch die Bibel Jesus entdecken! Mit anderen Worten: Predige nicht! Lass deine Leute stattdessen selbst Christsein und Glauben kennenlernen, indem ihr gemeinsam biblische Wahrheiten herausfindet!
Fragen
Wie stark erreichen eure Kleingruppen die Menschen in ihrem Umfeld?
Wie offen sind die Gruppen, neue Menschen zu integrieren? Wie sehr beten sie für suchende Menschen? Wie intensiv dienen sie ihrem Nächsten?
Was könntet ihr tun, um diese Werte von Nächstenliebe und Dienen in den Kleingruppen zu etablieren und zu fördern?