3 FEHLER, DEN KIRCHEN BEIM ERSTEN ROOTED MACHEN
Mein Fußball- Trainer war früher ziemlich oft frustriert von uns als Team, weil wir das Training nicht so ernst genommen haben. Fast jede Woche hat er denselben Satz zu uns gesagt: „Wie man trainiert, so spielt man auch.“ Und es stellte sich heraus, dass er recht hatte, denn die Leistung im Spiel spiegelte meist das Training wider. Das gleiche Prinzip gilt für unseren Dienst in der Kirche.
Bevor ihr ROOTED in eure Kirche bringt, empfehlen wir euch, mit einem Pilot zu starten – einer Gruppe, in der ihr als Leiter ROOTED kennenlernt und selbst lebensverändernde Erfahrungen damit macht. Dieses Training ist ein entscheidender Schritt für einen gelungenen Start als gesamte Kirche. Hier sind 3 Fehler, die ihr in der Pilotgruppe möglichst vermeiden solltet:
FEHLER 1: Ihr habt nicht die richtigen Leute eingeladen
Der Pilot bedeutet mehr als nur das Material zu testen. Vielmehr geht es darum, dass Menschen begeistert sind und zu einer tiefen Überzeugung für Jüngerschaftsprozesse gelangen. Denn wenn das passiert, werden sie zu Multiplikatoren, die z.B. selbst ROOTED leiten und anderen davon erzählen. Und wie geht das? Indem sie erleben, wie Gott zuerst ihr Leben verändert. Und deshalb ist es so wichtig, die richtigen Leute dabei zu haben.
Also lade für die erste Runde zunächst den Pastor/ die Pastoren ein, dazu das Leitungsteam, die Ältesten, weitere wichtige Leiter oder Schlüsselpersonen der Gemeinde und die Leute, die schon ein Herz für Jüngerschaft und Kleingruppen haben.
Später werden diese Leute dazu beitragen, die Vision von Jüngerschaft und ROOTED zu tragen. Sie werden wissen, warum es so wichtig ist, ROOTED in die Strategie der Gemeinde zu integrieren. Und sie sind bereit, selbst eine ROOTED – Gruppe zu leiten. Doch das Wichtigste ist: Sie tragen die tiefe Leidenschaft und Überzeugung für ROOTED in sich aufgrund dessen, was sie erlebt habe. Wir haben von einigen Kirchen gehört, dass das Leitungsteam durch die ROOTED – Erfahrung tiefer zusammengewachsen ist in ihrer Beziehung zueinander als durch irgendeine andere Sache.
FEHLER 2: Ihr sammelt keine Geschichten
Gott schreibt Geschichte. Mitten in seiner großen Geschichte mit dieser Welt schreibt er seine Geschichte mit deinem und meinem Leben. Verpasst nicht die Chance, diese Geschichten zu sammeln, während ihr den Pilot macht! Manchmal denken wir, dass es doch selbstverständlich ist, dass Leiter geistlich wachsen und dass diese Geschichten daher nicht so wichtig sind. Aber genau das Gegenteil stimmt: Es ist so gut, wenn Menschen daran teilhaben können, wie ihre Leiter geistlich wachsen. Vertrauen entsteht, wenn die Lobpreisleiterin teilt, wie sich ihr Gebetsleben verändert oder wenn der Jugendleiter erzählt, was Umkehr in seinem Leben bewirkt hat. Dann denken sich die Leute in deiner Kirche: „Wenn ROOTED sie verändert, dann verändert es auch mich.“
Und deshalb macht euch Notizen, sammelt Zeugnisse oder macht kurze Video- Clips, in denen es darum geht, wie durch ROOTED Wachstum entstanden ist. Die Leute in deiner Gemeinde brauchen nicht noch mehr Information, sie möchten Teil einer dynamischen Veränderung sein. Geschichten von Menschen bewirken genau das.
FEHLER 3: Ihr wertet die Pilotgruppe nicht aus
Wichtig ist, dass ihr nach dem Pilot Feedback einholt. Am besten macht ihr gleich am Beginn von ROOTED einen Termin dafür fest. So wissen eure Leiter: „Unser Feedback ist wichtig und wird gehört.“ Und ihr könnt sicher sein, dass sie ROOTED als Ganzes erleben und erst dann ihr Feedback geben.
Ein Feedback sollte folgende Fragen beinhalten:
Was war die Woche, die bei dir die größte Veränderung bewirkt hat und warum?
Hier ist Raum für die Geschichten, die Gott geschrieben hat.
Was ist für dich unklar oder verwirrend gewesen?
Die Antworten helfen dabei, ROOTED mit Klarheit und Sicherheit zu starten. Außerdem lernt ihr daraus, was ihr verändern und welche Fehler ihr möglichst nicht wiederholen solltet.
Wie können wir ROOTED für uns anpassen?
Der Kontext ist wichtig! Ihr solltet eine Sprache sprechen, die eure Leute schon kennen und verstehen, so dass ROOTED kein Fremdkörper ist, sondern sich natürlich in eure Gemeinde-Strategie einfügt.
Ein letzter Gedanke
So wie wir trainieren, so spielen wir. Euer Pilot ist das Training und der Start als Gemeinde ist das echte Spiel. Also nehmt das Training ernst und macht daraus eine geniale Erfahrung für jeden, der dabei ist!
Du möchtest ein paar „Best Practices“ und Tipps haben, um ROOTED in deiner Kirche zu starten? Schau die unser Trainingsvideo an unter So fördert Rooted Jüngerschaft und schreibe uns: coaching@rooted-deutschland.de Wir begleiten euch auf eurem Weg.
Du möchtest ROOTED kennenlernen? Hier kannst du dir ein einzelnes ROOTED-Buch oder gleich ein ganzes Kit für deine erste Gruppe bestellen.